Als "Enroute" bezeichnet man in der Fliegerei die Phase zwischen Start und Landung. Um Konflikte mit anderen Flugzeugen zu vermeiden, wird regelmässig eine Positionsmeldung gefunkt. Dieser Blog soll eine ähnliche Aufgabe erfüllen: ein Bericht über unsere momentane Position, unser Ergehen und unsere nächsten Schritte auf dem Flug in die Zukunft.
6. November 2019
31. Oktober 2019
15. Oktober 2019
Goodbye, Twin Otter
Letzten Samstag fand in Telefomin die Abschiedsfeier für die letzte Twin Otter statt. Seit ihrer Einführung hat sie hart für die Bewohner in Papua-Neuguinea gearbeitet. Die meisten Häuser mit einem Blechdach wurden gebaut, weil die Twin Otter das nötige Material eingeflogen hatte. Auch Wassertanks und Sägewerke gehörten zu den Spezialitäten dieses Flugzeuges. Und die Möglichkeit Instrumentenflug mit Passagieren durchzuführen.
Gross war die Trauer, dass dieses Arbeitstier Telefomin für immer verlassen soll. Dies wurde in der Feier auf verschiedene Weise zum Ausdruck gebracht. So band eine Gruppe das Flugzeug mit einer Schnur fest, um Auszudrücken, dass sie es nicht ziehen lassen wollen. Eine andere Gruppe beschmiere sich, wie bei einer Totenfeier üblich, mit Lehm.
Dass sich die Leute von Telefomin Sorgen um ihre Zukunft machen ist verständlich, wenn auch unbegründet. MAF hat nicht die Absicht aus dem Bergdorf abzuziehen, und mit zwei Cessna Caravans wird die Kapazität sogar um rund 20% erhöht. Ausserdem wird mit zwei Flugzeugen die jeweils von nur einem Pilot geflogen werden könne, die Zuverlässigkeit unseres Dienstes erhöht –Defekte und Krankheit werden in Zukunft den Flugbetrieb nicht mehr lahm legen. Bis diese Tatsachen einsickern und die Leute merken, dass sie im Endeffekt besser dastehen, wird es aber wohl noch eine Weile dauern. Wie überall, wird auch hier Veränderung nur widerwillig akzeptiert.
Gross war die Trauer, dass dieses Arbeitstier Telefomin für immer verlassen soll. Dies wurde in der Feier auf verschiedene Weise zum Ausdruck gebracht. So band eine Gruppe das Flugzeug mit einer Schnur fest, um Auszudrücken, dass sie es nicht ziehen lassen wollen. Eine andere Gruppe beschmiere sich, wie bei einer Totenfeier üblich, mit Lehm.
Dass sich die Leute von Telefomin Sorgen um ihre Zukunft machen ist verständlich, wenn auch unbegründet. MAF hat nicht die Absicht aus dem Bergdorf abzuziehen, und mit zwei Cessna Caravans wird die Kapazität sogar um rund 20% erhöht. Ausserdem wird mit zwei Flugzeugen die jeweils von nur einem Pilot geflogen werden könne, die Zuverlässigkeit unseres Dienstes erhöht –Defekte und Krankheit werden in Zukunft den Flugbetrieb nicht mehr lahm legen. Bis diese Tatsachen einsickern und die Leute merken, dass sie im Endeffekt besser dastehen, wird es aber wohl noch eine Weile dauern. Wie überall, wird auch hier Veränderung nur widerwillig akzeptiert.
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| Vielen Dank MAF Twin Otter, dass du Licht in diese unerreichte Welt gebracht hast |
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| Dankesreden von verschiedenen Organisationen in Telefomin |
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| Die Frauengruppe der lokalen Kirche sing ein selbstkomponiertes Abschiedslied |
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| Ausdruck der Trauer |
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| Der neue Ersatz: Cessna Caravan C208 |
7. Oktober 2019
Joelle in Yifki
Im Dezember 2018 lernte Joelle Mikenna aus Yifki kennen. Obwohl Mikennas Familie nur ein paar Tage in Telefomin zu Besuch war, bekamen die zwei Freundinnen – und versprachen sich wieder zu treffen. Aber in Papua-Neuguinea ist das nicht so einfach. Mikenna wohnt in Yifki, rund 130km östlich von Telefomin, mitten im Hochland. Dorthin kann man nicht mit dem Auto fahren, das Kanu ist keine Option und zu Fuss brächte man mehrere Tage.
Ende September bot sich dann eine Gelegenheit, als wir als Familie von unserem Aufenthalt in Mt Hagen zurück nach Telefomin flogen. Yifki liegt (fast) auf der Route und so machten wir einen Zwischenstopp im Dorf der Familie Kopf, Missionare mit New Tribes Mission. Joelle blieb für eine Woche und wurde von Papi wieder mit dem Flugzeuge abgeholt. Nun warten wir auf die nächste Gelegenheit.
Ende September bot sich dann eine Gelegenheit, als wir als Familie von unserem Aufenthalt in Mt Hagen zurück nach Telefomin flogen. Yifki liegt (fast) auf der Route und so machten wir einen Zwischenstopp im Dorf der Familie Kopf, Missionare mit New Tribes Mission. Joelle blieb für eine Woche und wurde von Papi wieder mit dem Flugzeuge abgeholt. Nun warten wir auf die nächste Gelegenheit.
26. August 2019
Der Rote Vogel springt aus dem Nest
Am Donnerstag, 22. August war es soweit: Unser neuer Cessna Caravan Simulator nahm seinen ersten Flug. Hansjörg Schlatter Caravan Fleet Training Captain für MAF International bildete die beiden ersten MAF PNG Instruktoren auf dem Redbird CRV aus.
Ein Simulator hat viele Vorteile: Es muss kein Flugzeug für die Ausbildung abgezogen werden; der Simulator ist viel billiger zu betreiben als ein ausgewachsenes Flugzeug; und es können alle Notfall-Situationen bis ins Detail nachgestellt und geübt werden. Mit einer Flotte von 9 Cessna Caravan wird MAF PNG in Zukunft eine Menge Ausbildung zu betreiben haben – genau der richtige Platz für ein Simulator. Unser Ziel ist es aber nicht nur neue Piloten auf der von Redbird produzierten Kopie eines Caravan Cockpits auszubilden. Da der Simulator in drei Achsen bewegt werden kann (pitch, roll, yaw), hoffen wir auch die jährlich verlangten Flugprüfungen zur Validierung der Pilotenlizenz darauf fliegen zu können. In der Zukunft steht dann auch die Ausbildung zum Instrumentenflug und die Aufrechterhaltung dieses Privilegs auf dem Programm. Somit rechnen wir damit, dass der von einem Niederländischen Buisness Club gesponserte Simulator fast rund um die Uhr im Einsatz stehen wird.
Ein Simulator hat viele Vorteile: Es muss kein Flugzeug für die Ausbildung abgezogen werden; der Simulator ist viel billiger zu betreiben als ein ausgewachsenes Flugzeug; und es können alle Notfall-Situationen bis ins Detail nachgestellt und geübt werden. Mit einer Flotte von 9 Cessna Caravan wird MAF PNG in Zukunft eine Menge Ausbildung zu betreiben haben – genau der richtige Platz für ein Simulator. Unser Ziel ist es aber nicht nur neue Piloten auf der von Redbird produzierten Kopie eines Caravan Cockpits auszubilden. Da der Simulator in drei Achsen bewegt werden kann (pitch, roll, yaw), hoffen wir auch die jährlich verlangten Flugprüfungen zur Validierung der Pilotenlizenz darauf fliegen zu können. In der Zukunft steht dann auch die Ausbildung zum Instrumentenflug und die Aufrechterhaltung dieses Privilegs auf dem Programm. Somit rechnen wir damit, dass der von einem Niederländischen Buisness Club gesponserte Simulator fast rund um die Uhr im Einsatz stehen wird.
| Hier eine Pressemitteilung in Englisch |
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