Als "Enroute" bezeichnet man in der Fliegerei die Phase zwischen Start und Landung. Um Konflikte mit anderen Flugzeugen zu vermeiden, wird regelmässig eine Positionsmeldung gefunkt. Dieser Blog soll eine ähnliche Aufgabe erfüllen: ein Bericht über unsere momentane Position, unser Ergehen und unsere nächsten Schritte auf dem Flug in die Zukunft.
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2. September 2024
14. Mai 2016
Ein Interview
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In PNG wird man immer wieder von schlechtem Wetter überrascht. Zum einen gibt es hier keinen Wetterdienst und somit auch keine Vorhersagen. Die einzige Wetterinformation, die wir haben, kommt von einer Kontaktperson in den Dörfern, die wir anfliegen. Die Qualität dieser Informationen ist aber sehr unterschiedlich und nicht selten vom Umstand abhängig, wie dringend das Flugzeug gewünscht wird. So kursiert die Geschichte, wonach die Bewohner eines windigen Dorfes Steine in den Windsack legten, damit es „windstill“ wird und das Flugzeug landet.
Zum anderen kann das Wetter in den Tropen sehr schnell und unerwartet umschlagen. Dass heisst, selbst wenn der erhaltene Wetterbericht genau ist, kann nach einem 30-Minütigen Flug am Zielort alles schon wieder ganz anders aussehen. Ausserdem ist das Wetter auch regional sehr unterschiedlich: An einem Ort kann die Sonne scheinen, während 20km entfernt ein Gewitterregen niedergeht.
So war ich einmal auf dem Weg nach Fuma und Hesalibi, und beide Stationen hatten gutes Wetter gemeldet. „Was haben die Leute von Hesalibi wohl gesehen?“ dachte ich bei mir als ich auf Fuma zuflog und im Süden, wo Hesalibi liegt, eine schwarze Front auf mich zukommen sah. „Dort kann unmöglich die Sonne scheinen – bei diesem Gewitter!“
Ich landete in Fuma und hatte gerade genügend Zeit auszuladen und den Motor wieder zu starten, bevor die ersten Regentropfen auf meine Windschutzscheibe schlugen. Ich musste nach dem Start eine steile Rechtskurve fliegen, um nicht in die nahenden Regenschauer zu gelangen. Ein wenig abseits drehte ich dann den Flieger wieder zurück, um die Lage zu beurteilen. Die Gewitterfront blockierte den direkten Weg nach Hesalibi im Süden und dehnte sich ziemlich weit gegen Westen aus. Im Osten jedoch sah ich Stellen, wo der Regen erst spärlich fiel. Sollte ich versuchen das Unwetter auf dieser Seite zu umfliegen? Aber wenn das Wetter in Hesalibi nun schlechter ist als mir gesagt wurde und ich nicht landen kann? Ich überschlug meine Benzinreserven und sah, dass sie für den Umweg gegen Osten, und Notfalls wieder zurück, reichen würden.
So hielt ich auf eine dieser hellen Stellen in der Front zu und ging auf 500 Fuss, um nicht unbeabsichtigt in die tiefer liegenden Wolken zu geraten. Durch den Regen konnte ich den Horizont erkennen, ein Zeichen, dass der Regen noch nicht zu stark fiel und sich das Wetter „auf der anderen Seite“ bessert. Und so war’s dann auch. Nach ein paar Sekunden Turbulenzen brach ich aus dem Regen in den schönsten Sonnenschein.
So kann man nie ganz sicher sein: Obwohl der Wetterbericht von Fuma korrekt war, hätte ich schlechte Bedingungen antreffen können, wenn ich ein wenig später eingetroffen wäre. Und obwohl alles was ich sah für Regen in Hesalibi sprach, war hinter der Gewitterzelle wieder schönes Wetter – genau wie der Wetterbericht gesagt hatte.
Madeleine, die Stromversorgung auf eurer Station wurde drastisch reduziert (8-12 Uhr und 17-22 Uhr). Wie bist du als Mutter und Hausfrau damit umgegangen?
Mit beschränkter Elektrizität zu leben war ja nicht ganz neu für uns. Schon länger hatten wir während den frühen Nachmittagsstunden keine Stromversorgung. Ich gewöhnte mich daran, mich gut zu organisieren und alles was Strom braucht am Morgen zu erledigen. Der Kühlschrank wurde zwischen 12h bis 16h nicht mehr geöffnet und den Luxus, gekühltes Wasser zu trinken, haben wir aufgegeben. Natürlich kam ich unter Zeitdruck, weil neben dem Organisieren des Haushaltes ja auch noch der Heimunterricht meiner Kinder sichergestellt werden musste. Unser Jüngster brauchte zu der Zeit noch zwei Nickerchen am Tag. Eines morgens, wenn der Generator noch lief und eines Nachmittags, wenn der Generator um 16h wieder ankam.
Als dann die Stromzufuhr um eine weitere Stunde reduziert wurde, hatte unser Jüngster sein Schlafmuster zu einem Mittagschlaf hin gewechselt. Bei gefühlten 47C und ohne Ventilator wollte dies jedoch nicht klappen. Auch meine Schüler litten unter der Hitze und der Kühlschrank kühlte nicht mehr genügend. Um die stromlosen Nachmittagsstunden zu überbrücken, stellte uns MAF deshalb einen kleinen Generator zu Verfügung. So wurde mein Aufgabengebiet um den „Generator Dienst“ (an- und ausschalten, gelegentlich auch tanken) erweitert.
Seit Anfang Dezember ist unser Dach neu mit Solar Panels ausgerüstet. Der Solarstrom stellt den Strom im Haus während den Nachmittagsstunden (12-17h) sicher und nach einem sonnigen Tag (einem guten Solar Tag, wie unsere Kinder sagen würden), reicht der Strom sogar, um nachts die Deckenventilatoren zu betreiben.
Was hat euch während der letzten 4 Jahre in PNG am Meisten geprägt?
Ständig am Limit zu laufen! Körperlich und geistig.
Die Haushaltsführung in den Tropen beansprucht viel Zeit und Energie. Wir kennen weder Staubsauger noch Geschirrspüler. Ständig muss geputzt werden. Fertig- und Tiefkühlprodukte stehen uns nicht zur Verfügung.
Daneben haben wir regelmässig Gäste, die Unterkunft und Verpflegung brauchen und nicht zuletzt beanspruchen unsere 4 Kinder Zeit und Energie. Die zwei Älteren (9 und 7) unterrichte ich zu Hause, während ich gleichzeitig den zwei Jüngeren (4 und 2) gerecht zu werden versuche. Und das alles bei einem Klima, das etwa mit der schwülen Hitze vor einem hochsommerlichen Schweizer Gewitter verglichen werden kann.
Dazu kommt, dass ich eine introvertierte Person bin. Ich bräuchte zwischendurch etwas Abstand vom Trubel. Unsere momentane Lebenssituation lässt dies jedoch nur selten zu.
Das macht mich gezwungenermassen von Gottes Gnade abhängig. Ich lerne, Überforderung, Erschöpfung, Frustration bei Ihm abzuladen. Und Er trägt mich durch! Immer wieder erlebe ich, wie Gott mir beim Lesen der Bibel neue Kraft schenkt. Er schickt mir Menschen über den Weg, die mich ermutigen und manchmal sogar Arbeiten in unserer Familie übernehmen. Gottes Liebe auf diese Weise zu erleben gibt mir die Gelassenheit, jeden Tag anzunehmen wie er kommt. Dabei vertraue ich darauf, dass Er schwierige Lebensumstände dazu nützt, meinen Charakter zu formen. Dankbar und entschlossen mache ich deshalb weiter: Da, wo Gott mich hingestellt hat.
24. Januar 2015
Zeitungsartikel zu MAF
23. Juli 2014
8. Juni 2014
Prinzessin Joelle geht zu Bett
Hier eine Bildergeschichte von Joelle:
Mehr Zeichnungen unserer Kinder findet ihr unter diesen Links:
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| Hier klicken um die Geschichte als PDF zu öffnen |
Mehr Zeichnungen unserer Kinder findet ihr unter diesen Links:
9. Dezember 2013
Barbie in Papua-Neuguinea
Vor ein paar Wochen hatten wir ein paar geschnitzte Holzfiguren erstanden. Einen Mann mit Speer und eine Frau mit Bilum (traditionelle Tasche mit einem Riemen, welche mit dem Kopf getragen wird). Joelle hat dann folgende Geschichte gezeichnet:
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| Doch Ken ist dem wilden Krieger nicht gewachsen. Er wird nieder gestochen und liegt nun blutend zu Füssen seiner Barbie. Die Frau mit dem Bilum ist entsetzt und rügt ihren Mann. |
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| Die für die Geschichte verantwortlichen Figuren |
24. Januar 2013
Kirche in Papua-Neuguinea, Artikel NZZ
Die Bekehrung der Papua durch die Weissen begann im 19. Jahrhundert. Heute bilden Kirchen und Missionen wichtige Pfeiler im Bildungs- und Gesundheits-wesen. Auch Schweizer Missionare des Evangelischen Brüdervereins sind vor Ort.
Heidi Gmür, Goroka
Heidi Gmür, Goroka
| Hier klicken um Artikel als PDF zu öffnen |
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| Kirche in Mondomil, der ersten Missionsstation des GfC |
22. Dezember 2012
22. August 2012
19. Mai 2012
7. August 2011
3. Mai 2011
9. März 2011
Unsere Kinder
5. September 2010
Bücher über Papua-Neuguinea
Zur Zeit stecken wir im Prozess, uns auf unsere neue Heimat einzustellen. Dazu gehört auch das Sammeln von verschiedenster Information zu Papua-Neuguinea. Eine gute Möglichkeit dazu sind Bücher — vom Reiseführer bis zum Erlebnisbericht, vom Sachbericht zum Roman.
Vielleicht seit ja auch ihr daran interessiert etwas mehr über dieses Land und seine Leute zu erfahren. Vielleicht darum, weil ihr euch in die Umstände hinein denken wollt, in denen wir in Zukunft leben werden; vielleicht aus persönlichem Interesse; oder vielleicht, weil ihr euch auf den Besuch bei uns vorbereiten wollt :)
Was auch immer die Gründe: Mit diesem Post starten wir ein neues Label "Bücher", welches Literatur vorstellt, die wir gelesen haben und empfehlen können.
Vielleicht seit ja auch ihr daran interessiert etwas mehr über dieses Land und seine Leute zu erfahren. Vielleicht darum, weil ihr euch in die Umstände hinein denken wollt, in denen wir in Zukunft leben werden; vielleicht aus persönlichem Interesse; oder vielleicht, weil ihr euch auf den Besuch bei uns vorbereiten wollt :)
Was auch immer die Gründe: Mit diesem Post starten wir ein neues Label "Bücher", welches Literatur vorstellt, die wir gelesen haben und empfehlen können.
13. Juli 2010
Finanzielle Unterstützung
Unser Einsatz mit MAF ist nicht gratis. Wir erhalten auch keinen Lohn, weshalb wir uns selber Sponsoren suchen müssen (s. unsere letzten drei Rundbriefe). Damit ihr immer etwa wisst, wie nahe wir unserem Ziel sind, haben wir die Seitenspalte unseres Blogs etwas umgestaltet. Ihr findet dort nun ein Instrument das in Flugzeugen mit Turbinen gebraucht wird. N1 gibt die aktuelle Drehzahl der Niederdruckstufe oder des Fans im Verhältnis zur maximal zulässigen Drehzahl an. Dies wird gebraucht um z.B. die Leistung bei einem Start zu setzten. Wenn unser Support bei nahezu 100% angelangt ist, können wir loslegen – die Analogie braucht wohl keine weitere Erklärung.
4. Oktober 2009
Neue Informationsplatform
Mit unserer Rückkehr in die Schweiz stellte sich auch die Frage, was wir mit unserer Internet-Seite machen wollen. Diese ist bei einem kanadischen Internet-Abieter gespeichert und wird bei unserem Wegzug gelöscht.
Aus diesem Grund haben wir alle relevanten Informationen neu auf diesem Blog gespeichert. Neben laufenden Updates zu unserem Ergehen, findet ihr auch unsere Rundbriefe, sowie diverse Fotoalben mit älteren und aktuellen Bildern.
Für Anregungen zu Gestaltung und Inhalt sind wir jederzeit offen.
Aus diesem Grund haben wir alle relevanten Informationen neu auf diesem Blog gespeichert. Neben laufenden Updates zu unserem Ergehen, findet ihr auch unsere Rundbriefe, sowie diverse Fotoalben mit älteren und aktuellen Bildern.
Für Anregungen zu Gestaltung und Inhalt sind wir jederzeit offen.
24. September 2009
Im Aufbau
Der Blog ist noch ziemlich leer, da wir im Prozess sind Daten aus unserer alten Web-Seite auf diesen Blog zu transferieren. Und dann ist es auch nur ein Test – mal sehen wie es wird.
Womit der erste Eintrag gemacht wäre.
Womit der erste Eintrag gemacht wäre.
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