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18. September 2021

P2-AHP, Ankunft eines neuen Flugzeugs

Papua-Neuguinea hat ein neues Flugzeug erhalten. Dies ist das 10te in unserer Flotte von Cessna Caravans, C208. Die Registrierung AHP zeugt von seinem Ursprung und beschreibt seinen Auftrag: Das Fliegen von medizinischen Patrouillen in der Western Province (Aerial Health Patrol).

Während die Western Province zweimal so gross wie die Schweiz ist, gibt es hier gerade mal 5 Spitäler, wovon nur 2 einen Arzt haben. Somit besitzt der grösste Teil der Bevölkerung keinen Zugang zum Gesundheitssystem. Um dem entgegen zu wirken, hatte MAF vor ein paar Jahren eine Initiative gestartet. Die Idee war, dass ein medizinisches Team für ein paar Tage in eines der abgelegenen Dörfer geflogen wird, wo sie die kranken Menschen behandeln und Schulungen zur Hygiene durchführen. Bei der Suche nach einem Sponsor ist MAF auf Sustainable Development Programme (SDP) gestossen. Diese Organisation hat das Projekt in der Zwischenzeit ganz übernommen und sponsert mit AHP bereits das zweite Flugzeug für MAF PNG.

Ankunft von P2-AHP in Mt Hagen

AHP Team in Habi, Western Province

Dr John bei der Befundaufnahme eines Babies


24. Juli 2021

Umzug nach Ukarumpa

Diese Woche war es so weit: Wir kamen in Ukarumpa, unserem neuen Zuhause an. Nachdem wir wochenlang gepackt hatten, beluden wir unser Umzugs-Flugzeug und flogen, mit einem Zwischenstopp in Mt Hagen, in östlicher Richtung, vorbei an Goroka, nach Ukarumpa in den Eastern Highlands. Hier wird Niklas für die nächsten 3 Jahre die High School besuchen (10-12 Klasse). Im folgenden Jahr wird sich dann hoffentlich Joelle anschliessen.

Wir wohnen in einem ehemaligen Internat mit 11 Zimmern, welches MAF in Zukunft wieder betreiben will. Bis die Internatseltern ankommen, schauen wir nach unserem Nachwuchs und einem Teenager von Freunden.

Steven gibt Lucien ein Briefing

Umzug im Flugzeug

Volle Kabine

Ukarumpa

Bischoffs und Sachh vor dem neuen Zuhause


7. Mai 2021

Jubiläum: 70 Jahre MAF Papua-Neuguinea

Am 7. Mai ist es 70 Jahre her, seit MAF mit der Arbeit in Papua-Neuguinea begann. Somit ist MAF die Fluggesellschaft, die am Längsten ohne Unterbruch in dieser Nation tätig ist. 

19. Juli 2020

Endlich in der Schweiz

Nach einer drei-monatigen Verzögerung in Mt Hagen haben wir es endlich in die Schweiz geschafft. Zwar nicht so wie ursprünglich gebucht über Singapore, sondern mit Qatar Air über Doha sowie mit längeren Zwischenstopps in Port Moresby (für die Nacht) und Brisbane (12 Stunden Aufenthalt). Aber das Reisen war trotz den Schutzmassnahmen in Flugplatz und Flugzeug (wir trugen für 21 Stunden eine Maske) doch einigermassen angenehm. Nun haben geniessen wir die Schweiz und unsere momentane Bleibe.

Einsteigen in Mt Hagen

Auf der Grimselpasshöhe

Unsere Bleibe in der Schweiz


8. Juni 2020

Gestrandet in Mt Hagen

Am 6. April hätten wir Papua-Neuguinea verlassen sollen, um in die Schweiz zu reisen. Aber aufgrund von nationalen Reiseeinschränkungen und gesperrten Flughäfen auf unserer Reiseroute, konnten wir nicht von Telefomin abreisen. Erst am 10. April gelang es uns unsere Basis im Hochland in Richtung Mt Hagen zu verlassen – aber wiederum nicht aus freiem Willen. Da alle internationalen Flugrouten immer noch geschlossen waren, wollten wir eigentlich in Telefomin ausharren, bis sich die COVID-Situation wieder beruhigt hatte und wir die Reise in die Schweiz erneut angehen konnten. Doch kurz darauf entschied sich die Regierung in PNG jeglichen Verkehr zu und von den Provinzen entlang der Grenze zu Indonesien zu schliessen. So mussten wir Telefomin Hals über Kopf Richtung Mt Hagen verlassen, um nicht dort stecken zu bleiben.
Und jetzt, acht Wochen später, sind wir immer noch in Mt Hagen, ohne Aussichten, dass wir bald reisen können. Wir leben in einem leeren MAF-Haus auf dem Kagamuga Compound in der Nähe des Flugplatzes. Markus arbeitet in seiner Aufgabe als Crew Training Manager im Büro und fliegt ab und zu einen bewilligten Transport von medizinischem Personal. Madeleine ist immer noch Familien-Managerin, schult unsere Kinder und stellt sicher, dass wir mit dem wenigen, dass wir in den 23kg-Koffern mitgebracht haben, überleben. Die Kinder sind alle glücklich, basteln neue Spielsachen mit den Dingen, die sie im Garten finden (wir haben aus Platzgründen keine Spielsachen eingepackt) und finden neue Freunde. Da wir keinen kompletten Lock-Down haben, können wir uns frei bewegen und haben die Gelegenheit, ein nahegelegenes Cafe und Restaurants zu besuchen. Auch auf dem Compound läuft mit Bibelgruppen, Turnen/Krafttraining und Volleyball so einiges.
Wir hoffen nun, dass wir unsere Reise in die Schweiz gegen Mitte Juni antreten können. Zu dieser Zeit sollte der grösste Teil der Schweiz wieder geöffnet haben, so dass wir unserer geplanten Tätigkeiten mit Besuchen und Vorträgen nachgehen können.


Heimunterricht für Joelle

Haben einen neuen Freund gefunden:
Der Wächter auf dem Kagamuga Compound

Niklas macht Fitnesstraining mit Kollegen ...

... und Lucien hilft am Rande mit

Bibelgruppe

Mit Papi ein Flugzeug basteln

15. April 2020

75 Jahre Mission Aviation Fellowship

Dieses Jahr feiert MAF sein 75-jähriges Bestehen. Dazu wurde under anderem ein Video produziert. Die Aufnahmen entstanden in Lapalama, einem Flugfeld nahe Mt Hagen, dem Hauptquartier von MAF Papua-Neuguinea.


Falls du mehr über die Geschichte von MAF erfahren möchtest, findest du hier eine kurze Übersicht.

24. November 2019

Lucien wird Sechs und startet mit der Schule

Ende Oktober wurde Lucien Sechs Jahre alt. Kurz darauf startet er mit der ersten Klasse, der vierte und letzte Schüler, den Madeleine zu Hause unterrichten wird.

31. Oktober: Lucien wird Sechs

18. November: Nach kurzen Ferien in Mt Hagen
startet Lucien mit der ersten Klasse

15. Oktober 2019

Goodbye, Twin Otter

Letzten Samstag fand in Telefomin die Abschiedsfeier für die letzte Twin Otter statt. Seit ihrer Einführung hat sie hart für die Bewohner in Papua-Neuguinea gearbeitet. Die meisten Häuser mit einem Blechdach wurden gebaut, weil die Twin Otter das nötige Material eingeflogen hatte. Auch Wassertanks und Sägewerke gehörten zu den Spezialitäten dieses Flugzeuges. Und die Möglichkeit Instrumentenflug mit Passagieren durchzuführen.
Gross war die Trauer, dass dieses Arbeitstier Telefomin für immer verlassen soll. Dies wurde in der Feier auf verschiedene Weise zum Ausdruck gebracht. So band eine Gruppe das Flugzeug mit einer Schnur fest, um Auszudrücken, dass sie es nicht ziehen lassen wollen. Eine andere Gruppe beschmiere sich, wie bei einer Totenfeier üblich, mit Lehm.
Dass sich die Leute von Telefomin Sorgen um ihre Zukunft machen ist verständlich, wenn auch unbegründet. MAF hat nicht die Absicht aus dem Bergdorf abzuziehen, und mit zwei Cessna Caravans wird die Kapazität sogar um rund 20% erhöht. Ausserdem wird mit zwei Flugzeugen die jeweils von nur einem Pilot geflogen werden könne, die Zuverlässigkeit unseres Dienstes erhöht –Defekte und Krankheit werden in Zukunft den Flugbetrieb nicht mehr lahm legen. Bis diese Tatsachen einsickern und die Leute merken, dass sie im Endeffekt besser dastehen, wird es aber wohl noch eine Weile dauern. Wie überall, wird auch hier Veränderung nur widerwillig akzeptiert.

Vielen Dank MAF Twin Otter,
dass du Licht in diese unerreichte Welt gebracht hast
Dankesreden von verschiedenen Organisationen
in Telefomin
Die Frauengruppe der lokalen Kirche sing ein
selbstkomponiertes Abschiedslied
Ausdruck der Trauer
Der neue Ersatz: Cessna Caravan C208

26. August 2019

Der Rote Vogel springt aus dem Nest

Am Donnerstag, 22. August war es soweit: Unser neuer Cessna Caravan Simulator nahm seinen ersten Flug. Hansjörg Schlatter Caravan Fleet Training Captain für MAF International bildete die beiden ersten MAF PNG Instruktoren auf dem Redbird CRV aus.

Ein Simulator hat viele Vorteile: Es muss kein Flugzeug für die Ausbildung abgezogen werden; der Simulator ist viel billiger zu betreiben als ein ausgewachsenes Flugzeug; und es können alle Notfall-Situationen bis ins Detail nachgestellt und geübt werden. Mit einer Flotte von 9 Cessna Caravan wird MAF PNG in Zukunft eine Menge Ausbildung zu betreiben haben – genau der richtige Platz für ein Simulator. Unser Ziel ist es aber nicht nur neue Piloten auf der von Redbird produzierten Kopie eines Caravan Cockpits auszubilden. Da der Simulator in drei Achsen bewegt werden kann (pitch, roll, yaw), hoffen wir auch die jährlich verlangten Flugprüfungen zur Validierung der Pilotenlizenz darauf fliegen zu können. In der Zukunft steht dann auch die Ausbildung zum Instrumentenflug und die Aufrechterhaltung dieses Privilegs auf dem Programm. Somit rechnen wir damit, dass der von einem Niederländischen Buisness Club gesponserte Simulator fast rund um die Uhr im Einsatz stehen wird.

Hier eine Pressemitteilung in Englisch


5. August 2019

Redbird Flight Simulator

Mit dem Wechsel auf die Cessna Caravan wir MAF PNG neu eine Flotte von neun dieser Flugzeuge haben. Zusätzlich versuchen wir auch, eine Bewilligung zum Instrumentenflug mit Passagieren zu erhalten. Damit wir die Schulungskosten möglichst niedrig halten können, haben wir darum einen Caravan spezifischen Flugsimulator gekauft.
So ging Markus Mitte Juli nach Mt Hagen, um mit dem Techniker von Redbird diesen Simulator zusammen zu bauen. Es dauerte zwei Tage und benötigte drei Helfer, aber dann konnten wir endlich Platzrunden in Tari mit starken Turbulenzen und 20 Knoten Querwind fliegen.








1. Juli 2019

Strickkurs, Frauentagung und Rumginae

Die folgenden drei Ereignisse waren die Höhepunkte des letzten Monats:

  • Madeleine beendete ihren zweiten Strickkurs in Telefomin. Erneut lernten fünf Frauen verschiedene Muster mit denen sie einfache Stricksachen selber herstellen und auf dem Markt verkaufen können.

  • Markus brachte mehrere Flugzeugladungen von Frauen aus dem westlichen Hochland nach Tifalmin, wo sie eine Tagung der Baptisten-Kirche besuchten.
  • Da in Rumginae im Moment kein Pilot stationiert ist, hatten wir als Familie die Gelegenheit für eine Woche an unseren alten Einsatzort zurück zu kehren. Speziell die Kinder waren ganz aufgeregt. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und wir konnten nur einmal im Fluss baden gehen. Dafür hatten wir die Gelegenheit, ein neues Pilotenehepaar aus der Schweiz einzuführen.

13. Mai 2019

Geburtstage

Regelmässig in den Frühlingsmonaten feiern wir allerlei Geburtstage. Allein in unserer Familie sind es vier.

Im März, Madeleine bleibt so jung wie immer
Im April, Gian wird Acht
Im Mai, Joelle wird Elf

11. Februar 2019

Mike Alpha India

Aus wirtschaftlichen Überlegungen hat MAF PNG vor einem Jahr beschlossen, die Flugzeugflotte auf einen einzigen Typen zu reduzieren: die Cessna Caravan. Deshalb war Markus ja im Dezember zur Umschulung in Uganda (s. Blogbeitrag).

Nun ist der Startschuss gefallen! Am Montag, 11. Februar ist die erste der sechs neuen Caravan in Papua-Neuguinea angekommen. MAI ist nach einem ereignislosen Überflug von Mareeba, Australien in Mt Hagen gelandet. Nun sollten wir jeden Monat ein neues Flugzeug erhalten. Kein Wunder sind wir ein wenig aufgeregt!

Hier ein Bericht in Englischer Sprache


10. Januar 2019

Ein-Königs-Tag

Obwohl drei Könige das Jesus-Kind aufsuchten, gab es auch dieses Jahr nur einen König in der Familie Bischoff. Markus hatte das Privileg als Monarch von den Familienmitgliedern gehuldigt zu werden.

Es ist nicht einfach wichtig auszusehen

16. September 2018

Denkmal an verunglückte Piloten

Im Juni 1967 startete John Harverson in Telefomin, um in einer Cessna 185 ins 20 Minuten entfernte Olsobip zu fliegen. Dazu musste er von rund 1400 müM auf über 2700 müM steigen, um eine Bergkette zu überqueren, deren südliches Ende eine Felswand von mehreren hundert Metern bildet – die Hindenburg Wall. John erreichte sein Ziel nicht und trotz einer intensiven Suche wurde das Flugzeug Wrack nie gefunden.
Zum (fast) 50-jährigen Todestag kam seine Familie nach Telefomin, um noch einmal über das Gelände zu fliegen. Zum Gedenken an alle Piloten, die während ihres Dienstes mit MAF in PNG ihr Leben verloren haben, wurde bei dieser Gelegenheit im Hauptquartier in Mt Hagen eine Gedenkstätte eingerichtet.

Denkmal im MAF Headquarter, Mt Hagen

5. März 2018

Starkes Erdbeben in PNG

Am 25. Februar wurde die Gegend um Komo in Papua-Neuguinea von einem 7.5 starken Erdbeben heimgesucht. Es war das stärkste Erdbeben, dass wir seit unserer Ankunft im 2011 erlebt haben. Es war so heftig, dass ich an der Tür stand, um das zweistöckige Haus in Mt Hagen zu verlassen, in dem ich die Nacht verbrachte, als es endlich aufhörte. Madeleine und die Kinder waren alleine in Telefomin. Dort hat es den Wassertank auf dem Dach umgeworfen und Madeleine musste einen Tag ohne fliessend Wasser auskommen. Ansonsten hat es nur kleinere Schäden gegeben.
In Komo und der umliegenden Gegend ist der angerichtete Schaden aber relative gross. In Komo wird seit ein paar Jahren Propangas abgebaut. Dafür wurden Fabriken, Pipelines, ein Flugplatz, zahlreiche geteerte Strassen und andere Infrastruktur aufgebaut. Vieles davon ging beim Beben kaputt, was die Entwicklung der Gegend um Jahre zurück werfen wird.
Dies trifft aber hauptsächlich ExxonMobile, die (ausländische) Firma, die das Gas abbaut und die rund 8000 Bewohner der Stadt Tari. Auf den durchschnittlichen Papua-Neuguiner, und somit den grössten Teil der Bevölkerung, hat die beschädigte Infrastruktur jedoch keine grossen Auswirkungen. Diese leben ohne Auto, Kommunikation, Strom und fliessend Wasser in einem Haus, dass sie aus Materialien, welche sie im Dschungel finden, gebaut haben. Ob die Strasse nun kaputt ist, ist ihnen egal, da sie sowieso zu Fuss gehen. Ob der Strom ausgefallen ist, trifft sie nicht gross, da es sowieso keine Leitung in ihr Dorf gibt.
Was die Leute im Busch mehr betrifft, sind die vielen Erdrutsche, die die bebende Erde ausgelöst hat. Diese haben zum Teil Hütten mitgerissen, sowie Gärten und Bäche verschüttet was Einfluss auf Nahrung und Trinkwasser haben wird. Da diese Gegenden sehr abgelegen sind, ist es schwierig zuverlässige Informationen über Todesopfer und Verletzte zu erhalten und die benötigte Hilfe zukommen zu lassen.

Zur Zeit unterstützt MAF die Koordination verschiedener Gruppen, die Hilfe und medizinische Evakuierungen im Krisengebiet anbieten.

Hier geht es zu einem Bericht von MAF PNG in Englisch (PDF)

Abgerutschter Hügelkamm
[©MAF PNG]

Aufgebrochene Strasse
[©Hides Gas Facebook]


Erdrutsche nördlich und südlich des Epizentrums
[©Bernard J McQueen Facebook]