Als "Enroute" bezeichnet man in der Fliegerei die Phase zwischen Start und Landung. Um Konflikte mit anderen Flugzeugen zu vermeiden, wird regelmässig eine Positionsmeldung gefunkt. Dieser Blog soll eine ähnliche Aufgabe erfüllen: ein Bericht über unsere momentane Position, unser Ergehen und unsere nächsten Schritte auf dem Flug in die Zukunft.
2. September 2024
18. September 2021
P2-AHP, Ankunft eines neuen Flugzeugs
Papua-Neuguinea hat ein neues Flugzeug erhalten. Dies ist das 10te in unserer Flotte von Cessna Caravans, C208. Die Registrierung AHP zeugt von seinem Ursprung und beschreibt seinen Auftrag: Das Fliegen von medizinischen Patrouillen in der Western Province (Aerial Health Patrol).
Während die Western Province zweimal so gross wie die Schweiz ist, gibt es hier gerade mal 5 Spitäler, wovon nur 2 einen Arzt haben. Somit besitzt der grösste Teil der Bevölkerung keinen Zugang zum Gesundheitssystem. Um dem entgegen zu wirken, hatte MAF vor ein paar Jahren eine Initiative gestartet. Die Idee war, dass ein medizinisches Team für ein paar Tage in eines der abgelegenen Dörfer geflogen wird, wo sie die kranken Menschen behandeln und Schulungen zur Hygiene durchführen. Bei der Suche nach einem Sponsor ist MAF auf Sustainable Development Programme (SDP) gestossen. Diese Organisation hat das Projekt in der Zwischenzeit ganz übernommen und sponsert mit AHP bereits das zweite Flugzeug für MAF PNG.
![]() |
| Ankunft von P2-AHP in Mt Hagen |
![]() |
| AHP Team in Habi, Western Province |
| Dr John bei der Befundaufnahme eines Babies |
24. Juli 2021
Umzug nach Ukarumpa
Diese Woche war es so weit: Wir kamen in Ukarumpa, unserem neuen Zuhause an. Nachdem wir wochenlang gepackt hatten, beluden wir unser Umzugs-Flugzeug und flogen, mit einem Zwischenstopp in Mt Hagen, in östlicher Richtung, vorbei an Goroka, nach Ukarumpa in den Eastern Highlands. Hier wird Niklas für die nächsten 3 Jahre die High School besuchen (10-12 Klasse). Im folgenden Jahr wird sich dann hoffentlich Joelle anschliessen.
Wir wohnen in einem ehemaligen Internat mit 11 Zimmern, welches MAF in Zukunft wieder betreiben will. Bis die Internatseltern ankommen, schauen wir nach unserem Nachwuchs und einem Teenager von Freunden.
![]() |
| Steven gibt Lucien ein Briefing |
![]() |
| Umzug im Flugzeug |
![]() |
| Volle Kabine |
![]() |
| Ukarumpa |
![]() |
| Bischoffs und Sachh vor dem neuen Zuhause |
7. Mai 2021
Jubiläum: 70 Jahre MAF Papua-Neuguinea
Am 7. Mai ist es 70 Jahre her, seit MAF mit der Arbeit in Papua-Neuguinea begann. Somit ist MAF die Fluggesellschaft, die am Längsten ohne Unterbruch in dieser Nation tätig ist.
19. Juli 2020
Endlich in der Schweiz
Nach einer drei-monatigen Verzögerung in Mt Hagen haben wir es endlich in die Schweiz geschafft. Zwar nicht so wie ursprünglich gebucht über Singapore, sondern mit Qatar Air über Doha sowie mit längeren Zwischenstopps in Port Moresby (für die Nacht) und Brisbane (12 Stunden Aufenthalt). Aber das Reisen war trotz den Schutzmassnahmen in Flugplatz und Flugzeug (wir trugen für 21 Stunden eine Maske) doch einigermassen angenehm. Nun haben geniessen wir die Schweiz und unsere momentane Bleibe.
![]() |
| Einsteigen in Mt Hagen |
![]() |
| Auf der Grimselpasshöhe |
![]() |
| Unsere Bleibe in der Schweiz |
8. Juni 2020
Gestrandet in Mt Hagen
15. April 2020
75 Jahre Mission Aviation Fellowship
Falls du mehr über die Geschichte von MAF erfahren möchtest, findest du hier eine kurze Übersicht.
24. November 2019
15. Oktober 2019
Goodbye, Twin Otter
Gross war die Trauer, dass dieses Arbeitstier Telefomin für immer verlassen soll. Dies wurde in der Feier auf verschiedene Weise zum Ausdruck gebracht. So band eine Gruppe das Flugzeug mit einer Schnur fest, um Auszudrücken, dass sie es nicht ziehen lassen wollen. Eine andere Gruppe beschmiere sich, wie bei einer Totenfeier üblich, mit Lehm.
Dass sich die Leute von Telefomin Sorgen um ihre Zukunft machen ist verständlich, wenn auch unbegründet. MAF hat nicht die Absicht aus dem Bergdorf abzuziehen, und mit zwei Cessna Caravans wird die Kapazität sogar um rund 20% erhöht. Ausserdem wird mit zwei Flugzeugen die jeweils von nur einem Pilot geflogen werden könne, die Zuverlässigkeit unseres Dienstes erhöht –Defekte und Krankheit werden in Zukunft den Flugbetrieb nicht mehr lahm legen. Bis diese Tatsachen einsickern und die Leute merken, dass sie im Endeffekt besser dastehen, wird es aber wohl noch eine Weile dauern. Wie überall, wird auch hier Veränderung nur widerwillig akzeptiert.
![]() |
| Vielen Dank MAF Twin Otter, dass du Licht in diese unerreichte Welt gebracht hast |
![]() |
| Dankesreden von verschiedenen Organisationen in Telefomin |
![]() |
| Die Frauengruppe der lokalen Kirche sing ein selbstkomponiertes Abschiedslied |
![]() |
| Ausdruck der Trauer |
![]() |
| Der neue Ersatz: Cessna Caravan C208 |
26. August 2019
Der Rote Vogel springt aus dem Nest
Ein Simulator hat viele Vorteile: Es muss kein Flugzeug für die Ausbildung abgezogen werden; der Simulator ist viel billiger zu betreiben als ein ausgewachsenes Flugzeug; und es können alle Notfall-Situationen bis ins Detail nachgestellt und geübt werden. Mit einer Flotte von 9 Cessna Caravan wird MAF PNG in Zukunft eine Menge Ausbildung zu betreiben haben – genau der richtige Platz für ein Simulator. Unser Ziel ist es aber nicht nur neue Piloten auf der von Redbird produzierten Kopie eines Caravan Cockpits auszubilden. Da der Simulator in drei Achsen bewegt werden kann (pitch, roll, yaw), hoffen wir auch die jährlich verlangten Flugprüfungen zur Validierung der Pilotenlizenz darauf fliegen zu können. In der Zukunft steht dann auch die Ausbildung zum Instrumentenflug und die Aufrechterhaltung dieses Privilegs auf dem Programm. Somit rechnen wir damit, dass der von einem Niederländischen Buisness Club gesponserte Simulator fast rund um die Uhr im Einsatz stehen wird.
| Hier eine Pressemitteilung in Englisch |
5. August 2019
Redbird Flight Simulator
So ging Markus Mitte Juli nach Mt Hagen, um mit dem Techniker von Redbird diesen Simulator zusammen zu bauen. Es dauerte zwei Tage und benötigte drei Helfer, aber dann konnten wir endlich Platzrunden in Tari mit starken Turbulenzen und 20 Knoten Querwind fliegen.
1. Juli 2019
Strickkurs, Frauentagung und Rumginae
- Madeleine beendete ihren zweiten Strickkurs in Telefomin. Erneut lernten fünf Frauen verschiedene Muster mit denen sie einfache Stricksachen selber herstellen und auf dem Markt verkaufen können.
- Markus brachte mehrere Flugzeugladungen von Frauen aus dem westlichen Hochland nach Tifalmin, wo sie eine Tagung der Baptisten-Kirche besuchten.
- Da in Rumginae im Moment kein Pilot stationiert ist, hatten wir als Familie die Gelegenheit für eine Woche an unseren alten Einsatzort zurück zu kehren. Speziell die Kinder waren ganz aufgeregt. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und wir konnten nur einmal im Fluss baden gehen. Dafür hatten wir die Gelegenheit, ein neues Pilotenehepaar aus der Schweiz einzuführen.
13. Mai 2019
11. Februar 2019
Mike Alpha India
Nun ist der Startschuss gefallen! Am Montag, 11. Februar ist die erste der sechs neuen Caravan in Papua-Neuguinea angekommen. MAI ist nach einem ereignislosen Überflug von Mareeba, Australien in Mt Hagen gelandet. Nun sollten wir jeden Monat ein neues Flugzeug erhalten. Kein Wunder sind wir ein wenig aufgeregt!
| Hier ein Bericht in Englischer Sprache |
10. Januar 2019
16. September 2018
Denkmal an verunglückte Piloten
Zum (fast) 50-jährigen Todestag kam seine Familie nach Telefomin, um noch einmal über das Gelände zu fliegen. Zum Gedenken an alle Piloten, die während ihres Dienstes mit MAF in PNG ihr Leben verloren haben, wurde bei dieser Gelegenheit im Hauptquartier in Mt Hagen eine Gedenkstätte eingerichtet.
| Denkmal im MAF Headquarter, Mt Hagen |
5. März 2018
Starkes Erdbeben in PNG
In Komo und der umliegenden Gegend ist der angerichtete Schaden aber relative gross. In Komo wird seit ein paar Jahren Propangas abgebaut. Dafür wurden Fabriken, Pipelines, ein Flugplatz, zahlreiche geteerte Strassen und andere Infrastruktur aufgebaut. Vieles davon ging beim Beben kaputt, was die Entwicklung der Gegend um Jahre zurück werfen wird.
Dies trifft aber hauptsächlich ExxonMobile, die (ausländische) Firma, die das Gas abbaut und die rund 8000 Bewohner der Stadt Tari. Auf den durchschnittlichen Papua-Neuguiner, und somit den grössten Teil der Bevölkerung, hat die beschädigte Infrastruktur jedoch keine grossen Auswirkungen. Diese leben ohne Auto, Kommunikation, Strom und fliessend Wasser in einem Haus, dass sie aus Materialien, welche sie im Dschungel finden, gebaut haben. Ob die Strasse nun kaputt ist, ist ihnen egal, da sie sowieso zu Fuss gehen. Ob der Strom ausgefallen ist, trifft sie nicht gross, da es sowieso keine Leitung in ihr Dorf gibt.
Was die Leute im Busch mehr betrifft, sind die vielen Erdrutsche, die die bebende Erde ausgelöst hat. Diese haben zum Teil Hütten mitgerissen, sowie Gärten und Bäche verschüttet was Einfluss auf Nahrung und Trinkwasser haben wird. Da diese Gegenden sehr abgelegen sind, ist es schwierig zuverlässige Informationen über Todesopfer und Verletzte zu erhalten und die benötigte Hilfe zukommen zu lassen.
Zur Zeit unterstützt MAF die Koordination verschiedener Gruppen, die Hilfe und medizinische Evakuierungen im Krisengebiet anbieten.
| Hier geht es zu einem Bericht von MAF PNG in Englisch (PDF) | ||
|
![]() |
| Aufgebrochene Strasse [©Hides Gas Facebook] |
![]() |
| Erdrutsche nördlich und südlich des Epizentrums [©Bernard J McQueen Facebook] |
















































