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25. Januar 2022

Wenn schlechtes Wetter zu Hilfe kommt

Ich war für eine Woche zurück in Telefomin, um einen Piloten in die Gegend einzuführen, als wir eine Anfrage für einen Evakuationsflug erhielten. Ein junger Mann hatte in einem abgelegenen Dorf sein Bein gebrochen und brauchte einen Gips. Da es in Telefomin ein Spital hat (zwar ohne Doktor), machte es Sinn, ihn hierhin zu bringen.

Unser Programm für den Tag war schon ziemlich voll und weil es sich "nur" um ein gebrochenes Bein handelte, schlugen wir vor, den Flug am nächsten Tag durchzuführen. Kurz vor dem Mittag wurde jedoch das Wetter in unserer nächsten Destination schlecht und anstatt für eine unbestimmte Zeit Däumchen zu drehen oder den Flug ganz abzusagen, beschlossen wir, nach Miyanmin zu fliegen und den Patienten zu holen. Dies gibt dem Wetter Zeit sich zu bessern. 

Gesagt, getan. Das Dorf war froh uns zu sehen und auch der Patient war nicht enttäuscht. Und tatsächlich: als wir später wieder in Telefomin landeten, waren die Wolken und der Regen im Süden verschwunden und wir konnten mit unserem Programm wie geplant fortfahren.

Der Patient wird festgeschnallt bevor die anderen Passagiere einsteigen


18. September 2021

P2-AHP, Ankunft eines neuen Flugzeugs

Papua-Neuguinea hat ein neues Flugzeug erhalten. Dies ist das 10te in unserer Flotte von Cessna Caravans, C208. Die Registrierung AHP zeugt von seinem Ursprung und beschreibt seinen Auftrag: Das Fliegen von medizinischen Patrouillen in der Western Province (Aerial Health Patrol).

Während die Western Province zweimal so gross wie die Schweiz ist, gibt es hier gerade mal 5 Spitäler, wovon nur 2 einen Arzt haben. Somit besitzt der grösste Teil der Bevölkerung keinen Zugang zum Gesundheitssystem. Um dem entgegen zu wirken, hatte MAF vor ein paar Jahren eine Initiative gestartet. Die Idee war, dass ein medizinisches Team für ein paar Tage in eines der abgelegenen Dörfer geflogen wird, wo sie die kranken Menschen behandeln und Schulungen zur Hygiene durchführen. Bei der Suche nach einem Sponsor ist MAF auf Sustainable Development Programme (SDP) gestossen. Diese Organisation hat das Projekt in der Zwischenzeit ganz übernommen und sponsert mit AHP bereits das zweite Flugzeug für MAF PNG.

Ankunft von P2-AHP in Mt Hagen

AHP Team in Habi, Western Province

Dr John bei der Befundaufnahme eines Babies


12. März 2021

Zurück in Telefomin

Heute Donnerstag haben wir es endlich geschafft: Nach 11 Monaten sind wir wieder zurück auf unserer Basis in Telefomin. Was eigentlich 5 Monate hätte dauern sollen, hat sich durch all die Unsicherheiten und Verzögerungen mit COVID mehr als verdoppelt. Wir sind aber froh, nun wieder unsere eigenen 4 Wände zu haben und nicht mehr aus Koffern leben zu müssen.

Begrüssung durch die Telefomin MAF Mitarbeiter


22. Januar 2021

Abreise nach Papua-Neuguinea

 Nach fast zwei Monaten Verzögerung sind wir unterwegs nach Papua-Neuguinea.

Warten auf den Abflug in Zürich

Unterwegs nach Doha - Kuala Lumpur - Port Moreseby


4. Januar 2021

Schlitten fahren

 Auch mit diesem Erlebnis hatten wir nicht gerechnet:

Am Mittwoch suchten wir alle verfügbaren Winterkleider und -utensilien zusammen, stiegen ins Auto und fuhren nach Meiringen im Berner Oberland. Dort lösten wir ein Abo für den Tag und stiegen in die Seilbahn auf den Hasliberg, wo wir vier Schlitten mieteten und mehrere Abfahrten genossen. Trotz anfänglichem Gejammer über Kälte und Keinen-Bock hat es allen so gut gefallen, dass wir fast nicht mehr aufhören konnten. 

Mit Schlitten auf den Hasliberg


28. Dezember 2020

Neue Erfahrungen im Dezember

Pandemie sei Dank: Die ständig ändernden Rückreisetermine haben unseren Kindern eine Reihe von neuen Erfahrungen beschert. Nicht nur die erste Weihnacht mit einem echten Tannenbaum und Kerzen, aber auch der erste Schnee, der erste Schneemann und vom Samichlaus gefüllte Stiefel. 

Wanderung im ersten Schnee

Gefrorener Teich im Garten

Der erste Schneemann

Was hat der St Nikolaus für mich?

Winterlandschaft auf dem Gurten

Tannenbaum im Wald abholen

Echter Baum mit echten Kerzen


20. Dezember 2020

O Tannenbaum

Darauf haben die Kinder mehr als 9 Jahre gewartet: einmal den echten Tannenbaum im Wald holen und im Wohnzimmer schmücken. Weihnachten steht vor der Tür!!

Tannenbaum direkt vom Wald

Schmücken im warmen Wohnzimmer


15. Oktober 2020

Silberne Hochzeit

25 Jahre sind es her, seit Madeleine und ich uns in der Reformierten Kirche Bolligen das Ja-Wort gegeben haben. Heute haben wir die diversen Stationen dieses Tages erneut besucht, obwohl in umgekehrter Reihenfolge. 

Da wir diesen Tag zusammen mit unseren Kindern feiern wollten, besuchten wir zuerst das Wasserschloss Hallwyl und assen danach im Seehotel Hallwil in Beinwil am See zu Mittag. Der Saal, wo wir damals unser Fest gefeiert haben ist immer noch dort – und auch der Teppich ist noch derselbe, meint Madeleine.

Für die Schifffahrt auf dem Hallwilersee war es dann leider zu spät, aber dafür gingen wir auf dem Heimweg noch bei der Kirche in Bolligen vorbei. Inzwischen war auch die Sonne herausgekommen und die herbstlichen Blätter der Bäume leuchteten fast so farbig wie anno dazumal. 

1995: Nach der Trauung in Bolligen

Beinwil am See wo am Abend das Fest stattfand

Reformierte Kirche Bolligen


9. Februar 2020

Eine Glocke aus Ostermundigen

Es ist ein seltsamer Klang, der an diesem Sonntagmorgen das Gelände des EBC Bible College erfüllt. Normalerweise werden die Bibelschüler mit dem Hämmern auf einen alten Gaszylinders zum Gottesdienst gerufen. Aber heute tönt es verdächtig nach einer Schweizer Kirchenglocke. Kann das sein? Eine Glocke in der neuguineischen Hafenstadt Lae?
Es ist tatsächlich eine Schweizer Glocke, die den Grossstadtlärm und das Zirpen der Grillen mit ihrem Bimmeln unterbricht und Heimweh nach der Schweiz weckt. Im August 2017 hatte der Kirchgemeinderat der Reformierten Kirche Ostermundigen beschlossen, das im 2016 anlässlich des Themas „Die Kirche zum Klingen bringen“ gegossene Glöcklein nach Papua-Neuguinea zu schicken. Es sollte dort einen neuen Dienst in einer einheimischen Gemeinde antreten. Doch in Papua-Neuguinea, dem „land of the unexpected“, geht alles ein wenig langsamer.
Im Mai 2018 wurde das Glöcklein mit einem Container der Gemeinde für Christus (GfC) nach PNG verschifft. Während es auf dem Schiff Richtung Lae segelte, versuchte ich einen neuen Einsatzort zu finden. Dies entpuppte sich als eine schwierige Aufgabe. Die Täufer-Gemeinde an unserem Einsatzort in Telefomin läutet aus Prinzip nicht zum Gottesdienst. Auf der Suche nach einer alternativen Gemeinde in der näheren Umgebung kam mir dann die Kultur in die Quere: Geschenke können leicht zu Eifersucht zwischen Stämmen führen und vermitteln den Eindruck, dass wir mit Gütern freigebig umgehen. Erwartungen – und sogar Forderungen – von weiteren Gütern wären unvermeidbar und von uns schlecht auszuschlagen gewesen. Wir mussten also einen Ort finden, der von uns als Familie losgelöst war.
Schliesslich kontaktierte ich die Evangelical Brotherhood Church (EBC), um zu sehen, ob sie eventuell Verwendung für eine Glocke hätten. Die EBC-Gemeinden entstanden durch die Missionsarbeit der schweizerischen GfC, welche bereits im Jahr 1954 Missionare ins ferne PNG entsandte. Inzwischen gibt es über das ganze Land verteilt mehr als 900 EBC-Gemeinden. Da wir einen guten Draht zu den Schweizer Missionaren im Land haben, sahen wir hier eine Möglichkeit etwas weiterzugeben, ohne uns zu mehr zu verpflichten. Und tatsächlich suchte das EBC Bible College in Lae eine Glocke als Ersatz für ihre in die Jahre gekommene Gasflasche.
Die EBC-Bibelschule in Lae hat rund 50 Bibelschüler, die zu Pastoren, meistens für die eigenen EBC-Gemeinden, ausgebildet werden. Die Schüler kommen hauptsächlich aus dem westlichen und östlichen Hochland, aber auch aus der Morobe Province, Madang, Sepik und Port Moresby. Daher wohnen die meisten, zum Teil mit ihren Familien, auf dem Schulgelände.
Die Ausbildung zum Pastor dauert drei Jahre. Danach werden die Studenten für ihren Dienst eingesegnet und über ganz Papua-Neuguinea verstreut eingesetzt. Doch die Schüler lernen am College nicht nur das Handwerk eines Pastors. Während am Vormittag der biblische Unterricht stattfindet, werden die Studenten am Nachmittag für verschiedene praktische Dienste wie Gartenarbeit, Unterstützung der Landwirtschaft, etc. eingeteilt. So lernen sie auch, wie Finanzen verwaltet werden, Kaffee angepflanzt und ein Tisch gezimmert werden kann.
Somit hatte die Glocke aus Ostermundigen ihr Ziel bereits erreicht, als sie im September 2018 mit dem Schiff in der Hafenstadt Lae ankam. Leider war aber mit Läuten noch nichts, denn der Klöppel war separat verpackt worden und fand seinen Weg nach Telefomin, wo wir ihn, etwas erstaunt, aus einer unserer Kisten mit Schulmaterial fischten. Wir brachten dann in Erfahrung, dass die Glocke selbst in Lae geblieben war, und schickten den Klöppel von Telefomin im äussersten Westen, wieder zurück nach Lae im äussersten Osten. So dauerte es einen weiteren Monat, bis Glocke und Klöppel schliesslich vereint waren.
Das Warten, jedoch, war noch nicht ganz vorüber. Aufgrund von Mitarbeitermangel dauerte es noch bis im Juli 2019 bis es dann soweit war: Die Glocke aus Ostermundigen wurde am Giebel des Gebetshauses der EBC Bibelschule angebracht und ruft seither die Bibelschüler zu Gebet und Gottesdienst.





22. Dezember 2019

Besuch in Munbil

New Tribes Mission (NTM) ist eine Organisation, welche Gemeindegründungen an abgelegenen Orten durchführt. Die Missionarsfamilien ziehen dazu in den Busch und leben mit Einheimischen, um Sprache und Kultur zu lernen. Danach fangen sie an, wichtige Bibelpassagen in deren Muttersprache zu übersetzen, um so die Botschaft der Bibel weiterzugeben.
Joelle hat kürzlich eine NTM-Familie in Yifki besucht (siehe Blog 7.10.19). Zwei andere Familien leben in Munbil, 15 Minuten Nord-Westlich von Telefomin. Wir hatten als Familie das Privileg zwei Tage und eine Nacht dort zu verbringen. Da die Familien auch Kinder haben, war es nicht nur für uns Erwachsene eine bereichernde Erfahrung.

Wii-Super Mario ist immer ein Renner.

Hattons und Allens mit Kindern aus dem Dorf.

6. Dezember 2019

Besuch aus der Schweiz

Rechtzeitig zum Samichlaus-Tag (St Nikolaus) erhielten wir Besuch aus der Schweiz. Philipp und Elisabeth Sutter kamen zwar nicht mit dem Esel sondern mit einem MAF-Flugzeug, hatten aber trotzdem viele gute Gaben bei sich, welche ein Schweizer Herz fernab der Heimat hochschlagen lassen. Wir alle genossen diese Zeit sehr.


Philipp, Lucien und Joelle geniessen das kalte Nass ...
... während Lisi und Madeleine im Gespräch vertieft sind.

6. November 2019

Pilot's Meeting

Für das diesjährige Pilot's Meeting sind wir als ganze Familie nach Mount Hagen gereist. Madeleine hielt einen Vortrag wie mit Ernährung unser Müdigkeit im Zaum gehalten werden kann.

Piloten Treffen im Kanal House Mt Hagen

7. Oktober 2019

Joelle in Yifki

Im Dezember 2018 lernte Joelle Mikenna aus Yifki kennen. Obwohl Mikennas Familie nur ein paar Tage in Telefomin zu Besuch war, bekamen die zwei Freundinnen – und versprachen sich wieder zu treffen. Aber in Papua-Neuguinea ist das nicht so einfach. Mikenna wohnt in Yifki, rund 130km östlich von Telefomin, mitten im Hochland. Dorthin kann man nicht mit dem Auto fahren, das Kanu ist keine Option und zu Fuss brächte man mehrere Tage.
Ende September bot sich dann eine Gelegenheit, als wir als Familie von unserem Aufenthalt in Mt Hagen zurück nach Telefomin flogen. Yifki liegt (fast) auf der Route und so machten wir einen Zwischenstopp im Dorf der Familie Kopf, Missionare mit New Tribes Mission. Joelle blieb für eine Woche und wurde von Papi wieder mit dem Flugzeuge abgeholt. Nun warten wir auf die nächste Gelegenheit.






18. März 2019

Besuch aus der Schweiz

Für uns ist es immer wieder ermutigend, wenn wir Besuch aus der Schweiz erhalten. Wir haben gemerkt, dass die meisten Leute nicht wirklich verstehen, wie das Leben in Papua-Neuguinea ist, auch wenn wir das in unseren Publikationen zu erklären versuchen. Wenn man hier ist, ist alles plötzlich ganz anders – und macht Sinn.
Darum waren wir doppelt froh, als wir Anfang Februar Besuch von Madeleines Mutter und ihren Schwestern erhielten. So, konnten sie an eigenem Leib erfahren, was es heisst in Telefomin zu leben und unsere Kinder konnten Grossmutter, Tanten und Gotten wieder mal leiblich sehen.
Natürlich haben wir auch spezielle Dinge unternommen und noch ein wenig Ferien am Meer gemacht. Dazu im Folgenden ein paar Bilder.

Wandern in Telefomin
Früh übt sich wer ein Selfie-Profi werden will
Geschwister Moser mit Führerin
Dschungel Pur
Ziel der Wanderung: Wara Sol
Verdiente Rast
... und wieder zurück in den Urwald
So geht reisen einfacher: Auf dem Weg nach Wewak
Wewak: Aussicht vom Ferienhaus
Strand in Wewak Stadt
Baden mit Grosi
Mal was anderes: Kaffee-Frappe
Wewak Boutique Hotel: Baden im Pool
Reisen im 9-Sitzer Pickup
Lesen, lesen, lesen, ...
Entspannung pur
Auf dem Heimweg: Zwischenstopp in Tari